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Informationen zu finanziellen Hilfen in der Corona-Krise

Die hier veröffentlichten Informationen spiegeln den aktuellen Stand wieder (09.11.2020; 08:00 Uhr). Da sich die Maßnahmen stetig erweitern und sich die Lage ebenfalls ständig verändert, sind Entscheidungen entsprechend dieser Entwicklungen zeitnah zu treffen. Sprechen Sie uns im Zweifel persönlich an.

 


1.       BUNDESWEIT:

 

Änderungen der Umsatzsteuer ab 1.7.2020 bis 31.12.2020

 

Die Umsatzsteuer wird von 19% auf 16% bzw. 7% auf 5% ermäßigt. Dies ist insbesondere für den Endverbraucher interessant. Für vorsteuerabzugspflichtige Unternehmen spielt dies (bis auf den erhöhten Verwaltungsaufwand) keine Rolle.

 

Was ist zu bedenken:

 

  • Grundsatz: Entscheidend für die Höhe des Steuersatzes ist der Leistungszeitpunkt (wann wurde geliefert [Verschaffung der Verfügungsmacht] bzw. die sonstige Leistung erbracht); nicht der Zeitpunkt der Rechnungsstellung oder der Zahlung
  • Anpassung der Kassen- bzw. Fakturasoftware (eventuell bei Rechnungen an Verbraucher bzw. nicht vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer die Umsatzsteuer nicht offen ausweisen); Anpassung der Finanzbuchhaltungssoftware
  • Dokumentierte Abgrenzung des Datums der Leistungserbringung (dies ist entscheidend für den Umsatzsteuersatz, nicht das Datum der Rechnungsstellung)
  • Anzahlungs- und Schlussrechnungen sauber abgrenzen (Teilabnahmen im Baubereich dokumentieren; zivilrechtliche Aspekte der Teilabnahmen berücksichtigen)
  • Finanzbuchhaltungskonten anpassen

 

Für weitere Informationen sprechen Sie uns einfach an!

 

Weitere ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN (inzwischen die 2. und 3. Runde)

 

Unternehmen werden unter bestimmten Voraussetzungen Überbrückungshilfen gewährt:

 

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise Umsatzeinbrüche haben, sollen einen nicht rückzahlbaren Betriebskostenzuschuss erhalten.

 

Antragsberechtigt sind Unternehmen aller Branchen (inzwischen auch Soloselbständige und Freiberufler). Voraussetzung ist entweder, dass das Unternehmen einen Umsatzeinbruch i. H. von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April–August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten hat oder im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen musste.

 

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 € pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die Monate September–Dezember 2020 insgesamt bis zu 200.000 € an Förderung erhalten. Um auch kleinen Unternehmen mit wenigen Beschäftigen und sehr hohen Fixkosten spürbar zu helfen, entfallen ab September die entsprechenden Höchstgrenzen der Überbrückungshilfe für KMU. Bisher galt für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten eine Höchstgrenze von 9.000 €, für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten eine Höchstgrenze von 15.000 €.

 

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Anträge müssen bis jeweils spätestens am 31.12.2020 gestellt werden.

 

Weitere offizielle Informationen finden Sie auf den Seiten des BMWI.

 

NOVEMBER-HILFE

 

Um Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die vom teilweisen Lockdown betroffen sind, zu unterstützen, hat die Bundesregierung die sog. Novemberhilfen aufgelegtm Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die vom teilweisen Lockdown betroffen sind, zu unterstützen, hat die Bundesregierung die sog. Novemberhilfen aufgelegt:

1. Gesamtvolumen: Die außerordentliche Wirtschaftshilfe wird ein Finanzvolumen von voraussichtlich ca. 10 Milliarden Euro haben.

2. Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom  erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

  • Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

  • Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

3. Art der Förderung: Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU

Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem  ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

4. Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

5. Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November: Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

6. Antragstellung: Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen. Derzeit erfolgt die nötige Programmierung des Antragsformulars durch den IT-Dienstleister des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 € Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein, also ohne die Einschaltung von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buchprüfern oder Rechtsanwälten.

 

WEITERE INFORMATIONEN auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums.

 

WIR UNTERSTÜTZEN SIE HIER GERN! Rufen Sie uns an.

 

 

WEITERHIN GILT:

 

KfW-SCHNELLKREDIT für Unternehmen ab 10 Mitarbeitern.

Informationen hierzu:  KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Eckpunkte / Voraussetzungen:

Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten

  • für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Voraussetzung: Sie haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt

 

Weitere Informationen und der Link zum Antrag sind auf der Seite der KfW zu finden.

 

Diese Kredite der KfW sind über die Hausbank zu beantragen.

 

Weitere allgemeine Informationen:  BMWI

 

 

SONDERZAHLUNGEN AN ARBEITNEHMER durch Arbeitgeber bis 1.500 € steuerfrei

 

In der Corona-Krise werden lt. dem Bundesfinanzministerium Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 € im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt, wenn diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Dies gilt branchenunabhängig. Arbeitgeberseitig geleistete Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld fallen nicht unter diese Steuerbefreiung. Weitere Informationen findet man im BMF-Schreiben.

 

 



2.       NIEDERSACHSEN:

 

Über die NBank sind weiterhin Unterstützungen abforderbar (u. a. auch Kredite). 

 

Eine Übersicht über Corona-Sonderprogramme für Unternehmen im Bereich Investition & Wachstum (u. a. auch echte Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen) findet sich hier.

 

Wir empfehlen weiterhin den Newsletter der NBank zu abbonieren.

 

 



3.       BREMEN:


Folgender Link führt zur Bremer Aufbau Bank bezüglich der Unterstützungsmöglichkeiten:  Corona-Soforthilfe

 

 



4.       SCHLESWIG-HOLSTEIN / HAMBURG:

 

Zuständig in Schleswig-Holstein ist die Förderbank IB.SH

 

Zuständig in Hamburg  ist die IFB Hamburg

 



5.       Kurzarbeitergeld


Wir unterstützen Sie bei der Antragsstellung.

 

Weitere grundsätzliche Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Inzwischen gibt es einen Kurzantrag, den sie hier runterladen können (wobei vorher die entsprechende Anzeige erstattet worden sein muss).

 

Bitte sprechen Sie Ihren Lohnsachbearbeiter bei uns direkt an. 

 



6.       Tilgungsaussetzungen bei Banken


Sprechen Sie mit Ihrer Hausbank hinsichtlich Tilgungsaussetzungen. Natürlich unterstützen wir Sie hierbei mit den üblichen Unterlagen wie Jahresabschlüsse, BWA, Summen und Saldenlisten, etc. und ggf. Unternehmensplanungen inkl. Liquiditätsplänen

 



7.        Steuern und Finanzamt


Antrag auf Steuerstundung, Herabsetzung von Steuervorauszahlungen, Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen -> sprechen Sie uns an. Wir bereiten diese Anträge für Sie vor.

 



8.        Sozialversicherungsbeiträge und Krankenkassen

Fälligen Sozialversicherungsbeiträge können nur noch in Einzelfällen gestundet werden. Eine generelle Stundungsmöglichkeit gibt es nicht mehr.

 

 



9.        Verdientsausfälle von Arbeitnehmer*innen und Arbeitnehmern und Grundsicherung für Selbständige

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen aktuell Verdienstausfälle hinnehmen.

 

Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für Familien sind unter anderem auf der Homepage des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelistet.

 

Es wurde inzwischen ein Sozialschutzpaket beschlossen. Damit sollen Anträge auf Sozialmaßnahmen erleichter werden. Dazu gehört auch die Grundsicherung für Selbstständige. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Auch der reguläre Kinderzuschlag ist weiter über die Arbeitsagentur zu beantragen.

 




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Mit 20 zu jung, mit 30 zu familiär, mit 40 zu teuer, mit 50 zu alt – nicht bei uns!

Der Umgang mit Corona bei Ehlers und Schaefer

Aufgrund des CORONA Virus CoVid19 ist ein Betreten der Kanzlei unter Beachtung der Abstands- und Hygeneregeln zum Austausch von Unterlagen möglich.

Ansonsten bitten wir Termine abzusprechen, damit wir sicherstellen können, dass diese mit dem nötigen Abstand in unseren Besprechungsräumen stattfinden können (bitte kleiden Sie sich so, dass ein regelmäßiges Lüften auch bei niedrigeren Außentemperaturen möglich ist). Hierbei sind die aktuellen Meldungen hinsichtlich der Risikogebiete zu beachten. Vorzugsweise können wir auch gemeinsame Video-Konferenzen stattfinden lassen.

Sie erreichen uns natürlich auch:

 

Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit und Ihr Verständnis.

Ihre

Andreas Schaefer und Jens Ehlers


Corona-Pandemie:
Finanzierung, Steuerstundungen, Kurzarbeitergeld, Weitere Finanzielle Hilfen

Auf unserer Sonderseite Aktuelle Informationen zum Soforthilfe-Programm